Montag, 21. März 2016

Radtour zur Insel Poel July 2015

Montag, 20. July 2015 starte ich zu einer 3-tägigen Tour

von Lübeck über Wismar nach Timmendorf auf Poel, weiter über Raben-Steinfeld, Schwerin und zurück nach Lübeck


Seit einigen Tage lag schon ein stabiles Hochdruckgebiet über Norddeutschland. Das Wochenende verbrachte ich im Garten, um am Grill die leckeren Nackensteaks zu wenden, Bier kalt zu stellen, Weinflaschen zu entkorken, die Markise auszufahren, den Strandkorb ins rechte Licht zu rücken,  und was man sonst noch alles tut, um es spontanen Besuchern, seiner Ehefrau und sich selbst gemütlich und so angenehm wie möglich zu machen. Schon seit einer Woche trug ich mich mit dem Gedanken, mal wieder für 2 bis 3 Tage auf eine kleine Entdeckungstour zu gehen. Wie schön, dass es Gpsies.com gibt. Diese Planungssoftware, zusammen mit Basecamp, ebenfalls eine Planungs- und Verwaltungssoftware für Tourenfahrer und andere Spezies, sind für mich die wichtigsten Werkzeuge, um Radtouren am Computer zu planen. Meist ziehe ich dabei auch noch Google Maps zu Rate und wenn ich mit diesen Instrumenten arbeite, dann folgt der aufkommenden Vorfreude irgendwann auch das Ergebnis der Planung, die Fahrradtour. So auch an diesem Montag (klick). (Bitte die Lautsprecher einschalten)
An einem Abend in der vergangenen Woche hatte ich mir ausgedacht, dass es doch ganz schön sein könne, wenn ich zur Insel Poel radeln würde, dort übernachte, dann weiter am Ostufer des Schweriner Sees runter nach Raben-Steinfeld zur zweiten Übernachtung und dann am dritten Tag zurück nach Lübeck. Und so kam es denn auch.
Klick zur Strecke bei GPSies für alle, die es ganz genau wissen wollen.

Das Terra gut bepackt, ich hatte erstmalig sogar einen Gaskocher und Kochgeschirr mit, machte ich mich auf den Weg. Um 08:30 Uhr rollte ich vom Hof, folgte dem Track, den ich von Gpsies auf das Oregon 600 übertragen hatte, durch das Uni-Gelände in östliche Richtung, heraus aus der Stadt, überquerte die Wakenitz, von den Lübeckern auch als den den Amazonas des Nordens bezeichnet. 

Blick auf das Herrenhaus und ein Seerosenfeld an bzw. auf der Wakenitz

Wakenitzblick fußabwärts, kurz hinter der Eisenbahnbrücke


Nach einer gut eineinhalb Stunden war ich bereit zur ersten Pause. An einem idyllisch gelegenen Dorfweiher in Menzendorf fand ich eine einladende kleine Bank. Hier gab´s ein zweites Frühstück und ich rief meinen "Forumskumpel" Kurt an. Kurt hatte ab heute Urlaub und wollte zu einer längeren Tour mit unbestimmtem Ziel starten. Vielleicht könnten wir uns ja auf Poel treffen. Daraus wurde leider nichts, denn Kurt wollte erstens nicht in Richtung Osten, sondern nach Westen fahren und außerdem saß er immer noch am Frühstückstisch und hatte beschlossen erst morgen los zu fahren. Auch gut.


Pause, gleich gibt`s ein zweites Frühstück 
Nach der kurzen Rast fahre ich auf winzigen Strassen, die eher den Charakter eines Radweges, als einer Strasse haben, in Richtung Wismar.


Es geht ständig berauf und berab, ein gutes Training für die Beine. 


Rapsfelder wechseln sich mit Kartoffel- Mais- oder Weizenfeldern ab. Alle von enorm großer Fläche, über hügeliges Gelände, durchzogen von alten Knicks. Kulturlandschaft, die den Anschein erweckt, hier sei die Zeit stehen geblieben. Ich frage mich, wie die Bauern es schaffen, so große Flächen zu bewirtschaften. Die Frage beantwortet sich von selbst, als mir plötzlich ein riesiger Traktor mit einem noch riesigeren Anhänger entgegenkommt. Ich bereite mich darauf vor, nach rechts ins Gebüsch auszuweichen, und wundere mich doch sehr, dass es anders und für mich völlig unerwartet kommt. Das Ungetüm weicht nach rechts aus, bleibt stehen und lässt mich ungehindert passieren. Freundlich grüsse ich den jungen Fahrer, winke ihm zu und als das Gespann in der nächsten Senke verschwindet, bedaure ich es, dass ich den Bauern nicht in ein Schwätzchen verwickelt habe.  So hätte ich vielleicht etwas von Land und Leuten erfahren können. Ich nehme mir vor, die nächste Gelegenheit besser zu nutzen. 


In der Ferne erkenne ich den Kirchturm von Grieben. 


Bald folge ich der Strasse durch einen kleinen, schattigen Wald. An einer Kreuzung steht  eine doch recht windschiefe steinerne Stele. Ein Kreuz ist zu erkennen. Die restliche Inschrift ist über die Jahrhunderte so stark verwittert, dass ich sie nicht entziffern kann. Ich vermute, dass das Teil an irgendeinen Pilgerweg erinnern soll. Schade, dass auch meine Recherche zuhause zu keiner Lösung des Rätsels führt. Vielleicht kann an dieser Stelle ja ein ortskundiger Leser dieser Zeilen helfen. Dafür, wenn es denn so sein sollte, schon jetzt herzlichen Dank.

      



Wer kennt die Bedeutung dieses steinernen Denkmals?
Bitte gebt mir ein Feedback in den Kommentaren . 
Dank eines Hinweises meines alten "Wanderkumpels" Jürgen vom HH-Wanderverein, stieß ich auf die Auflösung des Rätsels. Nachfolgend kommt hier die Erklärung, entdeckt auf einem Flyer der Archäoligischen Gesellschaft Mecklenburg und Vorpommern e.V., der sich mit einer Wanderung zu Großsteingräbern im Everstorfer Forst befasst. Dort fand ich folgenden Text: (Seite 1 unten rechts)

Sühnestein von Everstorf. Rund 1 km weiter steht am Weg der Sühnestein aus Kalkstein, aufgestellt in Erinnerung an den 1391 erschlagenen Bürger Ludeke Mozellenburch. Der Stein befindet sich unmittelbar am Wegesrand. Die 2,45 m hohe Stele zeigt auf der Vorderseite ein Flachrelief mit Kreuzigungsgruppe, darunter einen betenden Mann mit Wappenschild und Spruchbändern in Majuskelinschriften, auf der Rückseite befindet sich Flachrelief mit Kruzifix und Betender, darunter die Inschrift „Im Jahre des Herrn 1391, am Tage der zehntausend Märtyrer [22. Juni] ist Ludeke Mozellenburch, Bürger in Wismar, hier getötet worden. Bittet Gott für ihn.“


Danke für deine Hilfe, lieber Jürgen.       

Ein schmaler Feldweg biegt von der winzigen Strasse ab und überrascht mich mit Kunsthandwerk.









Bald schon kommt Wismar in Sicht. Gleich am Ortseingang gibt es eine gute Einkaufsmöglichkeit. Ich versorge mich hier mit dem, was ich für den heutigen Abend auf dem Campingplatz benötige. Schließlich soll das neue Equipment ausprobiert werden.

Wismar Hafen
Soweit ich informiert bin, ist der CP in Timmendorf auf Poel der einzige seiner Art auf dieser Insel. Die Dame in der Anmeldung ist freundlich. Ich kann mir einen Platz aussuchen, stelle das Zelt auf und gehe erst einmal in der Ostsee schwimmen. Die Wassertiefe am Strand vor dem CP ist allerdings so nichtschwimmerfreundlich, dass man mehr als 100 m durch knietiefes Wasser waten muss, ehe an schwimmen überhaupt nur zu denken ist. Das Wasser ist herrlich klar und erfrischend. Campingplatz "Leuchtturm"



Das Licht wird weicher, die Dämmerung naht. Höchste Zeit, den kleinen Hafen am Leuchtturm aufzusuchen. Es herrscht eine ganz eigene, friedliche Atmosphäre. Vor der kleinen Steilküste turnen Menschen auf den vorgelagerten Findlingen, geschickt die Balance haltend, so dass der entfernte Beobachter vergeblich auf das platschende Geräusch eines ins Wasser fallenden Körpers hoffen kann.   


An Abenden wie diesen bin ich gern am Wasser und besonders gern an solchen Plätzen, wie diesen hier, an denen gute Fotos von der in der Ostsee versinkenden Sonne gelingen.





Ich gehe zurück zu meinem Zelt, krame den Gaskocher und das "Kochgeschirr" hervor. Während die Nudeln kochen werfe ich noch einen Blick auf den Kilometerzähler. Der zeigt eine Gesamtdistanz von Lübeck bis zur Westspitze von Poel von genau 87 km an. Ein für den Tourenradler erfüllter Tag geht bei Gurken- und Tomatensalat, bei Tortellini mit Hackfleischfüllung und Pesto, begleitet von einem halben Liter Warsteiner zu Ende.

Dienstag, 21. July 2015

Timmendorf / Poel - Wismar - Schweriner See - Raben-Steinfeld

Um 08:00 beginne ich eilends das Zelt abzubauen. Während des Abbaus und schon beim Einpacken beginnt es erst leicht, dann stärker zu regnen. Dann kommt ein richtig kräftiger Guss vom Himmel. 
Was soll das denn jetzt? Davon war in der Wettervorhersage nicht die Rede. Mir war gestern noch Sonne, leichter Wind und eine Temperatur von 23 Grad versprochen worden. Na ja, versprechen kann man sich ja mal, selbst den Wetterfröschen passiert das, wie man sieht. Zwei Croissants und einen Becher Kaffee zu mir nehmend sitze ich unter dem Vordach und sehe dem ersten Reiseradler zu, wie er den Platz verläßt, gut geschützt von Regenbekleidung. Ich hasse dieses Zeug. Hält es zwar den Regen draussen, so bildet sich aber innen eine Kleinklima, dass an eine Dampfsauna erinnert. Ich warte noch ab, und das nicht vergeblich, denn nach 20 Minuten sind erste blaue Lücken zwischen den dahinziehenden Wolken auszumachen. Es geht los. Ich starte mit Ziel Schweriner See, ohne Regenklamotten, die bleiben in den Packtaschen.

Ich streife den östlichen Rand Wismars und finde schnell die kleinen einsamen Strassen, nur selten von einigen wenigen motorisierten Verkehrsteilnehmern genutzt. Ein Radweg zum Schweriner See ist ausgeschildert. Gpsies weiss genau was ich will und bietet mir genau deshalb diesen Radweg an. 

Wunderschönes Panorama. Ganz links der Radweg und  ebenfalls links am Horizont, ist gerade noch die Werfthalle in Wismar zu erkennen.

Und wieder liegen große Felder rechts und links des Radwegs. Der Raps ist reif und an einigen wenigen Stellen leuchten blaue Blumen. Das erinnert mich an die Jahre meiner Kindheit. Hinter unserem Haus taten sich Getreidefelder auf. Die Bauern bauten Weizen, Roggen, Gerste und Hafer an. In jedem Sommer streifte ich durch diese Landschaft, lag auf dem Rücken und blickte in einen blauen Himmel, in den sich die Lerche mit lautem Gesang erhob und erfreute mich an den wogenden Kornfeldern an deren Rändern immer Kornblumen und wilder Mohn blühten. Lang, lang ist`s her, und doch ist die Erinnerung so präsent, als wäre es gestern gewesen.



Zeit für eine Trinkpause inklusive Landschaftsgenuss.


Doch was ist das? Ein Fisch auf dem Dach?


Zwei Fische tanzen auf einem Pfahl???


Da ist der Fischer nicht weit. Ich bin auf dem Fischerhof Prignitz im kleinen Dorf Hohen Viecheln, an der Nordspitze des Schweriner Sees. Dieser junge Mann ist in der wer weiss wievielten Generation Fischer. Seinen Vorfahren wurde bereits im Jahre 1713 das  Fischereirecht verliehen.


Hier wurde früher geräuchert, heute dient das kleine Gebäude den Touristen, die hier private Feiern feiern oder einfach nur ihren Fisch verzehren. Sehr romantisch.


Ruderboote warten auf Kundschaft. 


Aber auf mich wartet der "Drahtesel" Schönes Fleckchen Erde hier. Das Fischbrötchen war wirklich lecker, aber ich muß weiter.
 

Ich fahre zurück zur L 031, um gleich darauf wieder rechts abzubiegen, auf einen unbefestigten Feldweg, der zwischen den Seen durch ein Waldstück führt. Sehr romantisch hier, und vor allem windgeschützt. Auf dem offenen Gelände habe ich das Gefühl als wenn es nicht so richtig rollen will. Etwas langsamer als sonst, wenn ich auf Tour bin, fahre ich am Ostufer des Sees entlang. Das hat drei Gründe: erstens kommt der Wind von vorne, zweitens geht es auf unbefestigten Wegen oft berauf, so ist jedenfalls mein Eindruck, und drittens läßt der Untergrund keine schnelle Fortbewegung zu. Nach Raben-Steinfeld will ich. Da gibt es einen kleinen, aber feinen Campingplatz mit dem Namen Süduferperle


Sieht einladend aus.
Erstmal ein Ankunftsbier, Radeberger ist sehr lecker. Ich mag`s.

Nachdem ich das Zelt auf der dafür vorgesehenen Wiese aufgestellt habe, wasche ich die wenige Wäsche, gehe in den See um zu schwimmen und fahre dann später noch nach Schwerin. Das Schweriner Schloß leuchtet in der Abendsonne. Gutes Licht für Fotos.




Zurück auf der Zeltwiese bietet sich mir ein sensationeller Ausblick über den See. Ich gebe dem Bild den Namen  "The Three Sisters"

"The Three Sisters"
Die heutige Tagesetappe, inkl. des abendlichen Abstechers nach Schwerin und zurück betrug 88 km.


Mittwoch, 22.July 2015


vorwiegend über Landstrassen von Schwerin nach Lübeck


Die Nacht war ruhig. Der Blick aus dem Zelt versprach einen sonnigen, heißen Tag. Nach dem üblichen Prozedere mit Waschhausbesuch, Zeltabbau und Verpacken des gesamten Sammelsuriums, dass ein Camper so mitführt, frühstückte ich für 4,50 € auf der Terasse der Campinggaststätte. Gleich hinter dem CP wurde ich mit einem Stück deutscher Geschichte konfrontiert. Einem Stück Geschichte, das an Scheußlichkeit nicht zu überbieten ist, dem man aber dennoch etwas Positives abgewinnen kann, nämlich das Ende der Naziherrschaft mit all seinen Greueltaten in Deutschland und der Welt.

Die Monumentalplastik " Die Mutter " geschaffen vom Bilhauer Gerhard Thieme, veranlasst mich zu einem längeren Fotostopp. Ein paar Tage später, wieder zuhause, stieß ich dann auf weitere erschütternde Informationen:  


  • 21. April 1945:  In den frühen Morgenstunden beginnt die SS mit der Räumung des KZ Sachsenhausen. 
  • Etwa 33.000 der noch verbliebenen Häftlinge werden in Gruppen zu 500 nach Nordwesten, in Richtung Schwerin in Marsch gesetzt.
  • Nur die ersten Kolonnen werden mit spärlichen Lebensmittelvorräten ausgestattet. Wer nicht mehr weiter kann, wird erschossen. Viele sterben an Entkräftung.
  • Etwa zeitgleich werden auch die Häftlinge des Frauen-KZ Ravensbrück in Marsch gesetzt.
  • Ab dem 23. April 1945: Die KZ-Häftlinge aus Sachsenhausen treffen in Gruppen im Belower Wald bei Wittstock ein und lagern hier bis zum 29. April 1945
  • Ab dem 29. April 1945 lösen die Wachmannschaften das Lager auf. Für die noch verbliebenen 16.000 Häftlinge aus Sachsenhausen, ergänzt durch Häftlinge des KZ Ravensbrück, beginnt der letzte Teil ihres Todesmarsches in Richtung Schwerin.
  • Die Häftlinge erreichen auf unterschiedlichen Wegen den Raum zwischen Parchim und Schwerin. 
  • Mai 1945:  Die Überlebenden, inzwischen von ihren SS-Bewachern verlassen, treffen Anfang Mai 1945 auf Einheiten der US-Army und der Roten Armee, die am 2. Mai 1945 Schwerin besetzt.
  • Die westeuropäischen Insassen der ehemaligen Konzentrationslager können noch im Mai in ihre Heimat zurückkehren. Wogegen sehr viele Osteuropäer in Repatriierungslager verbracht werden. Bei den stalinistischen Behörden stehen sie im Verdacht der Kollaboration mit den Deutschen. Für sie beginnt eine erneute Leidenszeit mit ungewissem Ausgang.



Die Mahn- und Gedenkstätte in Raben Steinfeld wurde bereits 1973 errichtet. Die Tafeln rechts und links der knieenden Mutter wurden später hinzugefügt. 





Die alte Teerstrasse von 1945, die zur Brücke über den Störkanal führte (die Brücke wurde abgerissen, eine neue wurde gebaut)
Auf dieser Teerstrasee, die unter Denkmalschutz steht, sind noch deutlich die Spuren zu erkennen, die die Panzerketten hinterlassen haben. 



Die neue Brücke über den Störkanal
Lange habe ich mich an dieser Stelle aufgehalten. Mit dem Gefühl, zuhause noch einmal etwas genauer hin zu sehen -ins Internet- steige ich auf mein Patria Terra und suche den Weg durch die Stadt. Für diesen Teil habe ich keinen vernünftigen Track, deshalb franse ich mich mehr oder weniger erfolgreich durch die Strassen. Irgendwann bin ich durch und finde den Radweg nach Gadebusch. Immer noch bin ich beeindruckt von der Gedenkstätte. Wenigstens lenkt mich das vom stärker werdenden Wind ab. Der kommt, wie immer, natürlich überwiegend von vorne. 

In Gadebusch, ich erinnere mich leider nicht mehr an den Namen der Bäckerei, bekomme ich einen Pflaumenkuchen mit Sahne vorgesetzt, wie ich ihn schon lange nicht mehr hatte. 


Dann lerne ich noch das Cafe Eisvogel in Utecht, oben, am Ratzeburger See kennen. Davon haben Vereinskollegen schon so oft geschwärmt. Hier werde ich von dem Eisbecher und dem Cappuccino nicht enttäuscht. Jetzt geht es über den Drägerweg, der mir von vielen Spaziergängen sehr vertraut ist, auf kürzestem Weg nach hause. Eine strahlende Sonne und eine ebenso strahlende Ehefrau begrüßen mich auf unserer windgeschützten Terrasse. 
Erst jetzt bemerke ich, dass ich von Schwerin bis Lübeck so gut wie keine Fotos mehr gemacht habe. Vielleicht lag es am starken Wind, oder an der Vorfreude auf unser schönes Zuhause. Vielleicht lag es aber auch an dem wieder intensiv ins Bewusstsein gelangten Gefühl der Dankbarkeit, dass ich in einem schönen Land in einer Zeit in Frieden, Freiheit und Wohlstand leben darf. Keine Generation vor mir kannte dieses Gefühl, zumindest nicht über so einen langen Zeitraum, wie ich ihn erleben darf. Warscheinlich hatte ich primär diesen Gedanken im Kopf, der mir die Energie und Kraft gab und der mich den Rhythmus finden ließ, den der Radfahrer braucht, um den Wind nicht als einen Gegner zu empfinden.


Das Patria Terra wartet darauf entladen zu werden.
Heute zeigt der "Bordcomputer" eine gefahrene Strecke von 82 km.
An den drei Tagen legte ich insgesamt 257 km zurück.


Über Kommentare, Kritik und Anregungen freue ich mich. 


Wer Fragen hat, bitte stellen. Ich bemühe mich, alle Fragen so schnell wie möglich zu beantworten.

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