Donnerstag, 16. Januar 2020

Radtour rund um den Ratzeburger See

Den ganzen Tag Sonnenschein? Das muss man ausnutzen. Ich hole das Pedelec aus dem Winterschlaf und starte zu einer Tour, rund um den Ratzeburger See. Das werden so um und bei 50 km werden.
Ich starte in St Jürgen und fahre über Groß Grönau, nach Rothenhusen, um weiter nach Utecht auf die Ostseite des Sees zu gelangen. Auf der Ostseite komme ich durch den kleinen Ort Bäk und dann nach Ratzeburg. Hier gibt es einen Kaffee und dann geht`s weiter zum Ansveruskreuz bei Einhaus auf der westlichen Seeseite. Dann folge ich dem Radweg immer am Seeufer entlang über Buchholz, Pogeez und Groß Sarau, um wieder nach Groß Grönau zu kommen und dann durch das Uni-Gelände zurück nach hause.








Von Haustür zu Haustür 50 km.
Schön war`s. Kaum Leute auf den Wegen, wenig Autos auf den Nebenstrassen und der Kaffee in Ratzeburg war gut. Kuchen? Ja klar, ein Stück Apfelschnitte. Hmmm, lecker, aber nicht weitersagen.

Mittwoch, 15. Januar 2020

Start ins Wanderjahr 2020 Timmendorfer Strand

Timmendorfer Strand - Hemmelsdorf 

Das Wetter spielte heute mit. Für den Monat Januar, also praktisch mitten im Winter, mögen Temperaturen von +13 Grad inzwischen schon normal sein, für mich ist das jedenfalls nicht normal. Aber egal, ein Tag wie heute eignet sich hervorragend zur Einstimmung auf das Wanderjahr 2020. Also: Los geht`s.

Bei Komoot.de fand ich eine Tour, die über Wege führte, die ich noch nicht kannte. Ich habe mir die Tour auf mein Garmin-Navi geladen und bin los. Start der Tour war der Parkplatz vor der Eissporthalle in Timmendorfer Strand. 

Das ist die gelaufene Strecke. Startpunkt ist die Eissporthalle in Timmendorfer Strand (ganz an oberen Bildrand) Ich bin entgegen dem Uhrzeigersinn, zunächst nach Süden gestartet. 
Anfangs wollte ich gar keine Fotos machen. Die Kamera hatte ich zuhause gelassen. Dann aber dachte ich, das eine oder andere Foto könne nicht schaden und dann kamen doch noch ein paar zusammen, die ich hier zeige. 

Das ist der in den See hineingebaute Steg an der Fischerei am Hemmelsdorfer See. War neu für mich.

Blick vom See auf die Gastronomiegebäude, die leider alle leer stehen. Vor ein paar Jahren war die Fischräucherei  zu jeder Jahreszeit gut besucht. Wann findet sich jetzt ein neuer Betreiber? Ein leckeres Fischbrötchen hätte ich schon ganz gern gehabt.

Und schon wieder ein Selfie


Das kleine Gebäude mit dem alten Rheetdach ist noch vorhanden und aus dem alten Bestand. Der Rest inkl.Steg auf dem See ist neu. Früher war`s irgendwie uriger und gemütlicher, auch ohne Steg.


Den neuen Steg am Seeufer finde ich richtig toll. 



Hemmelsdorf - Hermann Löns Aussichtsplattform am See


Ich folge einem schönen Trampelpfad.
Dann über eine Brücke, und da steht der Turm.
                                                   







Um den Hermann Löns Turm zu besteigen, sind 53 Stufen zu bezwingen. Ich mach`s einfach und werde, oben angekommen, mit einer herrlichen Rundumsicht belohnt.

Meine Recherche nach dem Grund für die Namensgebung der Aussichtsplattform ergab, dass der Dichter oft den Sommer in Niendorf an der Ostsee verbracht hat. 



Hermann Löns Plattform - Niendorf - Timmendorfer Strand

Weiter geht`s. Bis zum Sonnenuntergang dauert es noch einige Minuten und so lange kann ich nicht warten. Ich will ehrlich sein, die Vorstellung von Kaffee und Kuchen treiben mich weiter. Ich komme am Vogelpark vorbei und denke, dass er auch einen Besuch wert sein könnte, aber nicht heute. Aber bald.
 
Na also, klappt doch.
Nach Kaffee und Kuchen erreiche ich schnell die Strandpromenade in Niendorf. Hier reihen sich wunderschöne Villen wie Perlen auf der Schnur in endloser Folge und kilometerlang, immer parallel zum Strand. Für Normal- und auch für Großverdiener sind diese Immobilen nicht mehr zu bezahlen.  Ich verzichte auf Fotos, beobachte aber, dass Andere sich fast schwindelig fotografieren.

Als dieser Pavillon gebaut wurde, gab es kontroverse Diskussionen, ob so ein Baustil hier her passt. Ich mache dieses Foto vielleicht zu meinem Titelbild bei Facebook.
Da ist bestimmt die eine oder andere Veranstaltung dabei, für die der Weg nach Timmendorfer Strand lohnt.  
Kurz bevor ich am Ziel bin, überraschen mich beleuchtete Wasserspiele im Teich. Das sieht richtig gut aus. 

              



Er hat auf mich gewartet.
Ich bin rundherum zufrieden. Das Wetter war gut, Wind gab es nur zwischen Alt Timmendorf und Hemmelsdorf. Dafür war der Blick über die hügelige Landschaft einfach sehr schön. Von Hemmelsdorf bis zum Ziel an der Eissporthalle gab es keinen Wind. Der Wanderweg liegt sehr windgeschützt. Der Besuch des Herrmann Löns Aussichtsturms lohnt auf jeden Fall. Hier kann man sicher wunderschöne Sonnenuntergänge erleben. 
Meine Wahl, diesen Wanderweg zu gehen, war genau richtig. Die gesamte Strecke ist ca. 14 km lang und als Einstimmung in ein Wanderjahr bestens geeignet. 

Freitag, 20. Dezember 2019

Neuer Sichtschutz für den Dokker und frohe Weihnachten

Die letzten Bastelarbeiten , bevor ich in die Weihnachtspause gehe.

Ich dachte mir, dass die alukaschierte Noppenfolie von außen zu auffällig ist, wenn ich mit dem Minicamper irgendwo frei stehe und übernachten will. So glänzende Fenster am Auto ziehen Neugierige und wohl auch ungebetene Gäste an.
Dunkler und unauffälliger Stoff wurde gekauft, die alte Nähmaschine hervorgekramt, und ich machte mich an die Arbeit.
Zunächst kaufte ich ein Rolle alukschierte Noppenfolie. Die gibt`s für wenig Geld "AM großen Fluss"

Günstigen Stoff (lfd m für 4,00 EUR) war bisher schon im Auto verarbeitet, allerdings als Schiebegardinen. Die ließen aber zu viel Licht durch. Und das, je nach Tageszeit, in beide Richtungen  

Die Außenseite wurde mit einem dunklen Stoff  versehen, so dass die glänzende Alufolie von außen nicht mehr reflektiert. 
Unsere mehr als 35 Jahre alte Nähmaschine funktioniert immer noch. Ich habe in diesem Winter gelernt damit umzugehen.
Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. 
Wie man sieht, sieht man nichts.
Die Tönungsfolie, die ich bereits im Sommer auf die hinteren Scheiben aufgebracht habe, tut ein Übriges, um den Blick in`s Innere des Autos zu erschweren, bzw. gänzlich zu verhindern.

Viele liebe Wünsche zu Weihnachten und zum Jahreswechsel


Für das Jahr 2019 habe ich jetzt genug gebastelt und auch genug Informationen über das oder die Ergebnisse an dieser Stelle veröffentlicht. Ich begebe mich jetzt in die selbst verordnete Weihnachts- und Neujahrspause. Im Jahr 2020, so habe ich es mir jedenfalls vorgenommen, wird es wieder mehr Berichte über Outdooraktivitäten geben. Da ist eine längere Pilgerreise auf einem Jacobsweg in Spanien in Planung, soviel sei schon mal verraten. 



Ihr könnt gespannt sein. Irgendwann im Laufe des Jahres wird der Bericht hier erscheinen. Wer sich dafür interessiert, darf sich gern in die Liste der Follower eintragen. 





Frohe Weihnachten und ein gesundes und glückliches neues Jahr wünscht 

Ingo






..............................................................................................................................................................................................................................

Freitag, 15. November 2019

Herbsttour in die sächsische Schweiz

Über den Ausbau meines neuen Hochdachkombis Dacia Dokker Stepway, habe ich in diesem Blog schon genügend berichtet. Jetzt, nachdem er soweit ausgebaut ist, dass ich damit unterwegs sein kann, bin ich euch zumindest noch einen kurzen Bericht darüber schuldig, wohin die erste Kurzreise ging. Dass der Minicamper sich in der Praxis bewährt hat, hatte ich ja auch bereits geschrieben. Hier kommen also überwiegend Fotos von der einwöchigen Jungfernfahrt.

Am Sonntag, den 13. Oktober 2019

fahre ich gegen 09:30 Uhr zuhause los. Mein Ziel ist Rathen an der Elbe. Ich verbringe den ganzen Tag auf der Autobahn und auf endlosen Umleitungen, verursacht durch Vollsperrungen oder Baustellen. Im Randgebiet von Berlin verliere ich so fast 2 Stunden. Scheißegal. Ich habe ja Zeit.

Gegen 18:00 Uhr erreiche ich mein Ziel, den kleinen Ort Rathen an der Elbe.
In Rathen, direkt am Bahnübergang gibt es einen großen Parkplatz, den ich nach kurzem zögern wieder verlasse, weil hier alle 10 Minuten Züge vorbei fahren, oftmals sind es endlos lange Güterzüge und das stört ganz sicher meine Nachtruhe. Im Örtchen Weissig, 2 km vor Rathen finde ich einen ruhigen Parkplatz. Die Nacht ist ruhig und sternenklar, mein Schlaf ist allerdings ein wenig unruhig. Ich werde mehrfach wach. Das passiert mir auf meinen Reisen in der ersten Nacht des öfteren und ist normal.

Der nächste Tag (Montag, der 14. Oktober)

begrüßt mich mit bestem Wanderwetter. Ich fahre nach dem Frühstück runter zur Elbe, lasse das Auto auf einem Parkplatz stehen und fahre mit der Gierseilfähre auf die andere Elbseite. Von hier aus starte ich zu einer Wanderung zur Bastei, der Felsenburg und zu den Schwedenlöchern. 

Diese Elbfähre transportiert nur Personen und Fahrräder. Die Strömung des Flusses bringt sie ohne Motor an das andere Ufer

Da oben ist die Felsenburg und die Bastei. Da will ich hin.




Ich laufe auf dem Premiumwanderweg "MALERWEG" . 

 Der Weg führt durch einen lichten Wald, immer wieder begleitet von bizarren Felsformationen.
                         
Es geht steil bergauf, meist über viele, viele Treppen, Aber der Aufstieg ist die Mühe wert, wenn auch anstrengend und beschwerlich, aber man wird auch belohnt.  



Blick hinab zur Elbe, die träge Richtung Dresden fließt.
rekonstruierte Wurfmaschine aus dem Mittelalter

Weil der große Besucheransturm erst gegen 11:00 Uhr einsetzen wird, besichtige ich noch die Felsenburg, von der nicht mehr viel übrig geblieben ist. Aber alles ist mit Hinweistafeln ausreichend beschildert und erklärt. Den größten Eindruck macht auf mich die schöne Aussicht, die immer wieder mit Überraschungen aufwarten kann.

Ob diese Brücke auch schon vor 600 Jahren vorhanden war?


Ausblick auf die Basteibrücke.




Jetzt strömen die Besucher scharenweise in Richtung Felsenburg und Bastei. Ich suche das Weite und wandere zu den so genannten Schwedenlöchern. Dort erwarten mich steile Felsen, ganz enge Schluchten und vor allem nicht enden wollende Treppen.  Zum Glück geht`s überwiegend treppab. 
  
                                                                       



Unten im Tal angekommen, führt ein breiter Weg an einem Teich entlang, wieder zurück zur Elbe. 



Es ist Zeit zum Mittagessen. 


Auf dem Parkplatz sitze ich noch 2 Stunden und beobachte den Fährverkehr über die Elbe. Heute Morgen war ich der einzigste Fahrgast, heute Nachmittag zähle ich über 250 Leute pro Überfahrt. 
Ein Blick auf das Thermometer zeigt hochsommerliche Temperaturen. So ein Wetter muss man im Oktober unbedingt noch ausnutzen. All zu schnell kann es umschlagen. 



Dienstag, 15. Oktober 2019

Gestern habe ich mich nach einem Campingplatz umgesehen. Google zeigte mir an, dass es einen schönen Platz in, bzw. bei Bad Schandau geben soll. Es handelt sich um den Platz Camping Ostrauer Mühle Nach einigem Suchen fand ich den Platz, checkte ein und bezog meinen Stellplatz für die Nacht. Die wiederum war stockfinster, in Ermangelung einer vernünftigen Beleuchtung. Ohne Taschenlampe bist Du hier aufgeschmissen. Wenigstens hielt sich der Strassenlärm sehr zurück. Es fuhren wohl nur ganz wenige Autos.  Am Morgen zeigte sich dann folgendes Bild:

Die Berge, rings um den Platz, lassen ab Oktober keine, oder nur an ganz wenigen Stellen zu, dass die Sonne auf den Camper scheint. 
Ich stehe mit meinem Dokker in der äußersten Ecke des Platzes, den ganzen Tag im Schatten. Aber egal, ich will heute zu den Schrammensteinen wandern und zurück. Natürlich frühstücke ich erst, packe mir noch ein Brötchen, einen Apfel und eine Thermoskanne mit Tee in den Rucksack und mache mich an den Aufstieg. Es geht direkt am CP los und steil bergan. 



Einen Wanderweg kann ich nicht wirklich erkennen, aber ab und zu sind Markierungen an Bäumen oder Felsen, die den Schluss zulassen, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Da ich das Bergwandern nun gar nicht gewohnt bin, muss ich alle paar Meter verschnaufen. Schon nach 10 Minuten ziehe ich den Pulli aus und stopfe ihn in den Rucksack.  Außer mir ist sonst niemand unterwegs. Entweder ich bin zu früh, oder die Leute scheuen den steilen Anstieg, denn vom CP, so erfahre ich später, kann man auch mit einer Strassenbahn ein schönes Stück nach oben fahren. Nicht so ich, ich bin ja zum Wandern hier und nicht zum Bahnfahren. 




Fast oben angekommen steht an einer Art Kreuzung ein Pfahl mit Wegweisern. Ich erkenne, dass ich auf dem richtigen Weg bin und erneut dem Malerweg folge. 





Große und kleine Felsbrocken liegen im Wald. 
Auf dem Weg vor mir stehen 2 Familien und blicken, teils mit Hilfe von Ferngläsern angestrengt in eine Richtung. Auf ihrer Position angekommen bleibe ich auch stehen und schaue, was es da interessantes zu sehen gibt. 

Einer der vielen Schrammensteine. An diesem hängen Kletterer, die mit bloßem Auge kaum und auf dem Foto gar nicht zu erkennen sind. 
Näher ran, kann ich dann noch ein Foto von einem der "Himmelsstürmer" machen.
Und hier noch eine junge Frau, die von ihrem Freund weiter oben gesichert wird.
Ich beobachte einige Zeit lang das Treiben der Kletterer und stelle fest, dass das nicht meine Sportart ist. Auf einem Klettersteig, angeschirrt und mit Stahlseilen und Karabinerhaken gesichert, das kann ich mir maximal noch vorstellen, aber so frei die Wand rauf??? Nein danke, Besser nicht. Ich beschließe still für mich, dass ich diesen Sport auslassen werde und wohl auch wegen fehlender Kräfte auslassen muss. 

Bei anhaltend schönem Wetter umrunde ich einige Schrammensteine und mache mich dann auf den Weg zurück zum Campingplatz, wo mein Minicamper schon auf mich wartet. 



  
Heute Abend wird im Auto gekocht. Das ist mir immer eine besondere Freude. Auch wenn es teilweise nur einfache Gerichte sind, macht es mir trotzdem großen Spaß und ich genieße das Abendessen bei einem Rotwein oder, so wie heute, bei einem Bier. Ergänzender Hinweis: es gab Bauernfrühstück mit Bratwurst.

Hier endet der Bericht über meinen Besuch in der sächsischen Schweiz. Morgen werde ich mich auf den Weg machen, um noch einen oder zwei Tage an der Müritz zu wandern. Einen kurzen Bericht dazu und ein Fazit folgt dann in Kürze. 

.....................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................