Freitag, 15. November 2019

Herbsttour in die sächsische Schweiz

Über den Ausbau meines neuen Hochdachkombis Dacia Dokker Stepway, habe ich in diesem Blog schon genügend berichtet. Jetzt, nachdem er soweit ausgebaut ist, dass ich damit unterwegs sein kann, bin ich euch zumindest noch einen kurzen Bericht darüber schuldig, wohin die erste Kurzreise ging. Dass der Minicamper sich in der Praxis bewährt hat, hatte ich ja auch bereits geschrieben. Hier kommen also überwiegend Fotos von der einwöchigen Jungfernfahrt.

Am Sonntag, den 13. Oktober 2019

fahre ich gegen 09:30 Uhr zuhause los. Mein Ziel ist Rathen an der Elbe. Ich verbringe den ganzen Tag auf der Autobahn und auf endlosen Umleitungen, verursacht durch Vollsperrungen oder Baustellen. Im Randgebiet von Berlin verliere ich so fast 2 Stunden. Scheißegal. Ich habe ja Zeit.

Gegen 18:00 Uhr erreiche ich mein Ziel, den kleinen Ort Rathen an der Elbe.
In Rathen, direkt am Bahnübergang gibt es einen großen Parkplatz, den ich nach kurzem zögern wieder verlasse, weil hier alle 10 Minuten Züge vorbei fahren, oftmals sind es endlos lange Güterzüge und das stört ganz sicher meine Nachtruhe. Im Örtchen Weissig, 2 km vor Rathen finde ich einen ruhigen Parkplatz. Die Nacht ist ruhig und sternenklar, mein Schlaf ist allerdings ein wenig unruhig. Ich werde mehrfach wach. Das passiert mir auf meinen Reisen in der ersten Nacht des öfteren und ist normal.

Der nächste Tag (Montag, der 14. Oktober)

begrüßt mich mit bestem Wanderwetter. Ich fahre nach dem Frühstück runter zur Elbe, lasse das Auto auf einem Parkplatz stehen und fahre mit der Gierseilfähre auf die andere Elbseite. Von hier aus starte ich zu einer Wanderung zur Bastei, der Felsenburg und zu den Schwedenlöchern. 

Diese Elbfähre transportiert nur Personen und Fahrräder. Die Strömung des Flusses bringt sie ohne Motor an das andere Ufer

Da oben ist die Felsenburg und die Bastei. Da will ich hin.




Ich laufe auf dem Premiumwanderweg "MALERWEG" . 

 Der Weg führt durch einen lichten Wald, immer wieder begleitet von bizarren Felsformationen.
                         
Es geht steil bergauf, meist über viele, viele Treppen, Aber der Aufstieg ist die Mühe wert, wenn auch anstrengend und beschwerlich, aber man wird auch belohnt.  



Blick hinab zur Elbe, die träge Richtung Dresden fließt.
rekonstruierte Wurfmaschine aus dem Mittelalter

Weil der große Besucheransturm erst gegen 11:00 Uhr einsetzen wird, besichtige ich noch die Felsenburg, von der nicht mehr viel übrig geblieben ist. Aber alles ist mit Hinweistafeln ausreichend beschildert und erklärt. Den größten Eindruck macht auf mich die schöne Aussicht, die immer wieder mit Überraschungen aufwarten kann.

Ob diese Brücke auch schon vor 600 Jahren vorhanden war?


Ausblick auf die Basteibrücke.




Jetzt strömen die Besucher scharenweise in Richtung Felsenburg und Bastei. Ich suche das Weite und wandere zu den so genannten Schwedenlöchern. Dort erwarten mich steile Felsen, ganz enge Schluchten und vor allem nicht enden wollende Treppen.  Zum Glück geht`s überwiegend treppab. 
  
                                                                       



Unten im Tal angekommen, führt ein breiter Weg an einem Teich entlang, wieder zurück zur Elbe. 



Es ist Zeit zum Mittagessen. 


Auf dem Parkplatz sitze ich noch 2 Stunden und beobachte den Fährverkehr über die Elbe. Heute Morgen war ich der einzigste Fahrgast, heute Nachmittag zähle ich über 250 Leute pro Überfahrt. 
Ein Blick auf das Thermometer zeigt hochsommerliche Temperaturen. So ein Wetter muss man im Oktober unbedingt noch ausnutzen. All zu schnell kann es umschlagen. 



Dienstag, 15. Oktober 2019

Gestern habe ich mich nach einem Campingplatz umgesehen. Google zeigte mir an, dass es einen schönen Platz in, bzw. bei Bad Schandau geben soll. Es handelt sich um den Platz Camping Ostrauer Mühle Nach einigem Suchen fand ich den Platz, checkte ein und bezog meinen Stellplatz für die Nacht. Die wiederum war stockfinster, in Ermangelung einer vernünftigen Beleuchtung. Ohne Taschenlampe bist Du hier aufgeschmissen. Wenigstens hielt sich der Strassenlärm sehr zurück. Es fuhren wohl nur ganz wenige Autos.  Am Morgen zeigte sich dann folgendes Bild:

Die Berge, rings um den Platz, lassen ab Oktober keine, oder nur an ganz wenigen Stellen zu, dass die Sonne auf den Camper scheint. 
Ich stehe mit meinem Dokker in der äußersten Ecke des Platzes, den ganzen Tag im Schatten. Aber egal, ich will heute zu den Schrammensteinen wandern und zurück. Natürlich frühstücke ich erst, packe mir noch ein Brötchen, einen Apfel und eine Thermoskanne mit Tee in den Rucksack und mache mich an den Aufstieg. Es geht direkt am CP los und steil bergan. 



Einen Wanderweg kann ich nicht wirklich erkennen, aber ab und zu sind Markierungen an Bäumen oder Felsen, die den Schluss zulassen, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Da ich das Bergwandern nun gar nicht gewohnt bin, muss ich alle paar Meter verschnaufen. Schon nach 10 Minuten ziehe ich den Pulli aus und stopfe ihn in den Rucksack.  Außer mir ist sonst niemand unterwegs. Entweder ich bin zu früh, oder die Leute scheuen den steilen Anstieg, denn vom CP, so erfahre ich später, kann man auch mit einer Strassenbahn ein schönes Stück nach oben fahren. Nicht so ich, ich bin ja zum Wandern hier und nicht zum Bahnfahren. 




Fast oben angekommen steht an einer Art Kreuzung ein Pfahl mit Wegweisern. Ich erkenne, dass ich auf dem richtigen Weg bin und erneut dem Malerweg folge. 





Große und kleine Felsbrocken liegen im Wald. 
Auf dem Weg vor mir stehen 2 Familien und blicken, teils mit Hilfe von Ferngläsern angestrengt in eine Richtung. Auf ihrer Position angekommen bleibe ich auch stehen und schaue, was es da interessantes zu sehen gibt. 

Einer der vielen Schrammensteine. An diesem hängen Kletterer, die mit bloßem Auge kaum und auf dem Foto gar nicht zu erkennen sind. 
Näher ran, kann ich dann noch ein Foto von einem der "Himmelsstürmer" machen.
Und hier noch eine junge Frau, die von ihrem Freund weiter oben gesichert wird.
Ich beobachte einige Zeit lang das Treiben der Kletterer und stelle fest, dass das nicht meine Sportart ist. Auf einem Klettersteig, angeschirrt und mit Stahlseilen und Karabinerhaken gesichert, das kann ich mir maximal noch vorstellen, aber so frei die Wand rauf??? Nein danke, Besser nicht. Ich beschließe still für mich, dass ich diesen Sport auslassen werde und wohl auch wegen fehlender Kräfte auslassen muss. 

Bei anhaltend schönem Wetter umrunde ich einige Schrammensteine und mache mich dann auf den Weg zurück zum Campingplatz, wo mein Minicamper schon auf mich wartet. 



  
Heute Abend wird im Auto gekocht. Das ist mir immer eine besondere Freude. Auch wenn es teilweise nur einfache Gerichte sind, macht es mir trotzdem großen Spaß und ich genieße das Abendessen bei einem Rotwein oder, so wie heute, bei einem Bier. Ergänzender Hinweis: es gab Bauernfrühstück mit Bratwurst.

Hier endet der Bericht über meinen Besuch in der sächsischen Schweiz. Morgen werde ich mich auf den Weg machen, um noch einen oder zwei Tage an der Müritz zu wandern. Einen kurzen Bericht dazu und ein Fazit folgt dann in Kürze. 

.....................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................   

Dienstag, 5. November 2019

Erste Ergänzungen beim Ausbau des Minicampers

Wer sich schon einmal einen Minicamper ausgebaut hat, weiß, das so ein Projekt immer wieder Änderungen, Ergänzungen oder Verbesserungen erforderlich machen. So auch mein Ausbauprojekt: Hochdachkombi wird zum Minicamper

Eine Küchenrolle muss immer griffbereit sein. Wer innerhalb des Fahrzeugs kocht, so wie ich es bevorzuge, braucht permanent Küchenkrepp. Das Problem: entweder die Rolle liegt im Weg, nimmt wertvollen Platz weg, droht mit der Flamme des Gasbrenners in Kontakt zu kommen, was ja nun sehr gefährlich werden kann, oder man weiß grad nicht, wo man sie hingelegt hat. Dieses Problem habe ich gelöst. Ich habe die Küchenrolle einfach an die Gardinenstange der Scheibengardine gehängt. Passt perfekt. 

Damit sie nicht nach links verrutschen kann, ist sie mit einem kleinen Karabinerhaken gesichert
Dann ist da noch das Problem, daß, wenn ich im Auto sitze oder geschlafen habe und am Morgen aufstehen will und durch die hinteren Türen nach draußen will, lässt sich die hintere, große Tür von innen nicht öffnen. Das hatte ich mit einer Zugvorrichtung gelöst, die sich aber als sehr umständlich und unbrauchbar erwies, da sie unterhalb der Liege- bzw. Sitzfläche angebracht war. 


Jetzt habe ich eine Lösung umgesetzt, die ich auf dem YT-Kanal von Billy Drahmann gefunden habe. Ich verwendete dafür eine Gewindestange, die noch herumlag, einen kleinen Holzklotz, einen Kabelbinder, Tesafilm und  eine Mutter M10.

Zuerst muss die Türverkleidung runter.
Dann säge und feile ich mir einen Holzklotz zurecht und bohre ein Loch von 8 mm Durchmesser hinein. In dieses Loch schraube ich die Gewindestange M 10, die ich vorher auf 30 cm Länge geschnitten habe.
                                                            


Hier den Holzklotz befestigen.
Oben in die Tür ein Loch bohren.
     
Der Kabelbinder hält den Klotz und verhindert das Verrutschen.

Gewindestange mit Tesa umwickeln. M10 Mutter aufschrauben. FERTIG.
Wenn ich jetzt die Tür von Innen öffnen will, drücke ich nur die Gewindestange nach unten. Dadurch wird die Verriegelung gelöst und die große Tür geht auf. Das ist so viel einfacher, als das  Gefummel  unterhalb von Sitz-und Liegefläche. Danke Billy, für die Idee. Billy hat das ähnlich umgesetzt. Er hat eine Fiberglasstange von einer alten Angelrute auf Länge gesägt und unten anstatt Holz, einen Sektkorken verwendet. Dem findigen Nacheiferer fallen sich noch andere Materialien ein, die man verwenden kann. 


Ergänzt am 05. November 2019



......................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

                                             

Noch mehr Ergänzungen 14. 11.2019

Wie das denn so ist, in der kalten, und dunklen Jahreszeit. Plötzlich stellt man fest, dass eine Standheizung doch erhebliche Vorteile bringt, zumindest, wenn man auch in den Monaten von November bis März unterwegs sein will. Um eine Standheizung auch mal über ein paar Stunden betreiben zu können, ohne dass die Startetbatterie Gefahr läuft, zu tief entladen zu werden, brauche ich also eine stärkere Bordbatterie. Hier ist sie: 

Das ist die neue Bordbatterie, eine Powerstation mit 480 Wh
Mit dieser Powerstation habe ich viele Möglichkeiten.

Ein Platz, wo die Powerstation dauerhaft und sicher stehen kann, ist schnell gefunden. Ein paar kleine Veränderungen in der Sitzkiste, in der vorher schon die Suaoki 150 Wh stand, sind schnell gemacht. Dann habe ich noch einen Ausschnitt in die Stirnseite gesägt, damit ich von dort alle Anschlüsse leicht erreichen kann. 
          




Das Ladekabel zu der Zigarettenanzünderbuchse muss noch fixiert werden.
Auf der Rückseite der Kiste, zwischen Fahrer- und Beifahrersitz habe ich eine Verteilerdose der Firma BESTEK genutzt, über die ich das Aufladen während der Fahrt ein- und ausschalten kann. Außerdem zeigt die BESTEK-Verteilerdose auch noch den Ladestrom der Lichtmaschine an. 
 

Während ich das hier schreibe, kommt mir die Idee, dass ich auch noch auf der linken Seite der Kiste, einen Zwischenboden einziehen werde. Die Verlängerungskabel mit dem Eurostecker für Landstrom auf einem Campingplatz liegen dann immer griffbereit neben der  Powerstation und unten drunter habe ich dann Stauraum für Sachen, die man nicht so oft braucht, z.B. Fahrradakku, Ladegerät für den Fahrradakku, Ersatzteile  und Werkzeug.

So, das war es jetzt erst einmal für heute. Sobald ich etwas Neues einbaue, oder weitere Veränderungen und Ergänzungen vornehme, melde ich mich an dieser Stelle wieder zu Wort.

Ergänzt am 14. November 2019  


......................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................