Samstag, 17. Juni 2017

6 Flüsse-Tour im Mai 2017 Teil 2 (Forumstreffen in Erfurt)

Donnerstag, 25. Mai 2017 Fernreiseradler treffen sich in Erfurt

Schon seit Jahren treffen sich die Mitglieder des Radreise & Fernradlerforums (hier einmal draufklicken, bitte) immer im Mai an einem Ort in Deutschland, zum Erfahrungsaustauch, zum gemütlichen Beisammensein oder aus anderen und höchst unterschiedlichen Gründen. In diesem Jahr findet es in Erfurt statt, fast genau in der Mitte der Bundesrepublik. Ein kleines Organisationsteam, mit Uwe, als Ortskundigen an der Spitze sorgte für alles, was notwendig ist, damit sich Fernreiseradler wohlfühlen. Nach meinen Informationen kamen über 80 Personen, Einzelreisende, Paare und Familien mit Kindern zusammen, um von Donnerstag bis Sonntag eine schöne gemeinsame Zeit zu verbringen. 

Hier ist ein Auszug aus dem Radreise-Wiki, in dem z.B. Tourenangebote während des Treffens gemacht werden.

Tourenangebote während des Treffens

Tourenvorschläge

Einige Vorschläge zur individuellen Nutzung, ohne festes Tourangebot.

Rennsteig (137 km)

Die Strecke führt vom Campingplatz zum Rennsteig nach Oberhof und retour

Hainich (102 km)

Die Strecke führt vom Campingplatz in den Hainich und retour.

Donnerstag,den 25.05.2017

Auf Luthers Spuren durch EF und zurück zum CP (23 km), geführt von RadEsel und uweEF

(eventuell in 2 Gruppen)
Start ca. 14.30 Uhr
Wir fahren in das Zentrum (Altstadt) von EF zu Wirkungstätten von Martin Luther
  • St. Andreaskirche
  • Dom zu Erfurt
  • Augustinerkloster
  • Kaufmannskirche St Gregori
  • wieder zurück zum CP

Nach Gotha und zurück über Erfurt ca. 73 km (Thomas1976)
Start ca. 10.00 Uhr
Wir starten um 10 Uhr vom Campingplatz in Richtung Gotha. Dort machen wir einen Stopp an Schloss Friedenstein und besichtigen die Gärten. Weiter geht es dann nach Erfurt, wo ebenfalls ein Stop eingelegt wird und die Altstadt besichtigt wird. Rückkehr zum Campingplatz dann gegen 17Uhr. Es wird auf kleinen Wegen mit wenig Verkehr geradelt. Es können auch Passagen mit Schotter oder unbefestigte Wege dabei sein. Streckenlänge ca. 73 km

Freitag,den 26.05.2017

Start ca. 10.00 Uhr

Tour nach Arnstadt zu den Drei Gleichen und zurück zum CP (71 km), geführt von uweEF

Die Tour führt durch die Altstadt und den Süden von EF nach Arnstadt (älteste Stadt Thüringens) mit Einkehrmöglichkeiten
  • zu den Drei Gleichen
  • und zurück zum CP

Ruhige Landpartie über Bahntrassen (50/80 km), geführt von RadEsel

Durch die "stillen" Ländereien nördlich von Erfurt
  • auf div. Wirtschaftswegen und Bahntrassen nach Bad Tennstedt
  • auf der ehem. Bahnstrecke Bad Langensalza–Haussömmern nach Bad Langensalza (für Rennräder nur bedingt geeignet)
  • ab Bad Langensalza (50 km) besteht die Möglichkeit, sich mit der Bahn bequem direkt zum Campingplatz zurückbringen zu lassen
  • zurück zum Campingplatz auf dem Unstrut- und Gera-Radweg

Zur Runneburg nach Weisensee und zurück zum CP (66 km), geführt von Andruschka

  • es geht auf Rad- und Wirtschaftswegen nach Osten
  • über Schlossvippach nördlich nach Sömmerda
  • in Weisensee vorbei am chinesischen Garten zur Runneburg (Einkehrmöglichkeit)
  • über die Michelshöhe wieder zurück zum CP

Samstag,den 27.05.2017

Start ca. 10.00 Uhr

Tour zu Goethes Gartenhaus und zurück durch EF zum CP (77 km), geführt von uweEF

Die Tour führt Richtung Osten nach Weimar zu Goethes Gartenhaus, mit Einkehrmöglichkeiten
  • durch die City von Weimar vorbei an der Bauhaus Uni,
  • Goethes Wohnhaus,
  • Anna Amalien Bibliothek,
  • dem Weimarer Schloss
  • dem DNT mit Goethe- und Schillerdenkmal
  • und zurück durch die Altstadt von EF zum CP

Unstrut mal anders (60 km), geführt von RadEsel

Der Unstrutradweg ist eigentlich fast jedem Reiseradler bekannt. Nur was ist mit den Abschnitten, an denen der Radweg nicht vorbei führt? Ein Radabenteuer:
  • auf dem "Sömmerda-Schnellweg" vom CP nach Schallenburg an die Unstrut
  • über Straußfurt, Henschleben, dem Unstrut-Hochwasserrückhaltebecken und der Geramündung vorbei immer an der Unstrut entlang bis nach Herbsleben (für Rennräder nur bedingt geeignet)
  • mit einem Schlenker an den Fahnerschen Höhen vorbei zurück zum Campingplatz

Dies ist nur ein Auszug aus dem Angebot. Natürlich kann ich nicht bei jeder Tour dabei sein. Deshalb beschränke ich mich nur auf die Veröffentlichung von ein paar Fotos vom Campingplatz, von der Stadt Erfurt und der näheren Umgebung. 


Ein pfiffiger Bastler hat keine Lust mehr, sein Zelt auf-und abzubauen und fährt jetzt mit Wohnwagenanhänger.

Mein neues MSR Hubba Hubba NX darf natürlich nicht fehlen. 

Gemeinschaftszelt z. B. für Reisevorträge
                                                 

Erfurt Zentrum Heute wird hier der Kirchentag gefeiert.


                                                      

                                                   

 


Erfurter Dom

Malerische Innenstadt

                                                       


Grillabend



                                                      

Eine der 3 Burgen "Drei Gleichen"

gesehen im Bratwurstmuseum
                                                    








Traumhaftes Panorama bei traumhaften Wetter

Das Treffen war ein voller Erfolg. Ich bedanke mich an dieser Stelle nochmals beim Cheforganisator Uwe EF. Es gab nichts zu meckern, alles hat gepasst, sogar das Wetter. Danke Uwe !!!
Übrigens, diese Treffen sind offen für Jedermann. Wer sich auf der Website des Forums informiert, weiß, wann und wo das nächste Treffen stattfindet. Interessenten melden sich einfach an und schon sind sie dabei. Im Dezember steht fest, wo das nächste Treffen stattfindet.

An dieser Stelle sind keine Touren, Strecken Kilometerangaben und Höhenmeter dokumentiert. Das Treffen und die vielen Gespräche mit neuen und bekannten Forumsmitgliedern ist für mich ein Highlight im Fahrradkalender. Ich versuche immer eine kleine Reise drum herum zu bauen. Morgen, am Sonntag, den 28. Mai werde ich meine Reise an 6 Flüssen in Deutschland fortsetzen.   

Mittwoch, 7. Juni 2017

6 Flüsse-Tour im Mai 2017 Teil 1 (Anreise zum Forumstreffen)

Es ist schon Tradition, dass Mitglieder des Radreise- und Fernradlerforums von Himmelfahrt bis zum darauf folgenden Sonntag ein Treffen organisieren. In diesem Jahr findet es in Erfurt statt. Da ich sehr gern zu diesen Treffen fahre, beschließe ich, das Forumstreffen 2017 in eine Frühjahrstour einzubinden. Dafür habe ich insgesamt 2 Wochen eingeplant. Nach intensiver Vorplanung kommt es zu einer Route, auf der ich 6 Flüssen auf den dazugehörigen Radwegen folgen kann. Flussradwege befahre ich besonders gern und so entscheide ich mich in Magdeburg zu starten, die Elbe ein kurzes Stück aufwärts zu fahren, dann die Saale hinauf bis Naumburg zu radeln, um dann der Unstrut zu folgen und ab Ringleben an der Gera entlang zu fahren, um Erfurt zu erreichen.
Von Erfurt soll eine Verbindungsetappe über Gotha und Eisenach folgen, um dann in Hörschel auf die Werra zu treffen, an der ich flussabwärts bis Hannoversch-Münden  fahre. Ab hier geht`s an der Weser entlang bis Bad Oeynhausen, dem Ziel meiner Reise.

Während der Bearbeitung dieses Reiseberichts habe ich mich entschieden, diese Tour in drei Teilen zu veröffentlichen. Teil 2 und 3 wird also in wenigen Tagen folgen. 



Samstag, 20. Mai 2017 

Entlang der Elbe von Magdeburg nach Barby






Um dem großen Wochenendgedränge zu entgehen, und auch der Not gehorchend, einen Stellplatz für das Fahrrad buchen zu können, steige ich erst um 12:15 Uhr vom Haltepunkt Hochschulstadtteil Lübeck zur Bahnfahrt nach Magdeburg ein. Meine Art, das Gepäck an und auf dem Rad zu verteilen, habe ich überplant und bin zu dem Ergebnis gekommen, weniger ist mehr. Ich verzichte ab sofort auf die vorderen Packtaschen. 





Das erleichtert das Ein- und Aussteigen in den Zügen und  die Einsparung des Gewichts macht sich deutlich bemerkbar. Ich habe ein neues, leichtes Zelt gekauft, tauschte den Surlyträgers gegen einen leichten Racktime-Träger und verminderte die Kochausrüstung. Jetzt wird das Fahren am Berg auch ein wenig einfacher werden. Es wird sich zeigen, ob ich richtig liege.

Die Bahn ist pünktlich. Ich steige um 16:45 Uhr in Magdeburg aus und fahre an die Elbe. Am linken Elbufer geht es ca. 30 km elbaufwärts Richtung Barby.


Im Hotel AM COLPHUS hatte ich ein Zimmer reserviert und werde nicht enttäuscht. Sehr nettes Personal, gute und umfangreiche Speisekarte, annehmbare Preise, sehr zu empfehlen.

Gefahrene Strecke heute        30 km

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Sonntag, den 21. Mai 2017

Auf dem Saaleradweg von Barby über Bernburg und Halle nach Leuna.



Nach ruhiger Nacht, einem schönen Frühstück und bei strahlendem Sonnenschein halte ich am nächsten Morgen Ausschau nach diesem Schild. Es soll mir in den nächsten zwei Tagen den Weg nach Naumburg zeigen.




Die Landschaft an der unteren Saale gleicht der, die man am Elberadweg vorfindet. Für mich ist das nicht neu. Ich bin bereits auf beiden Radwegen unterwegs gewesen, allerdings noch nicht bei diesem herrlichen Frühlingswetter.
Mittags bin ich in Bernburg angekommen und sehe mir das Schloss an.


Die Aussicht von hier oben entschädigt für den anstrengenden Aufstieg. Aber wo es rauf geht, geht es ja auch irgendwann wieder runter.




 Zeit für eine Pause. Ich habe 5 Bänke zur Auswahl. Hier verbringe ich meine erste Vesperpause. 

Besonders reizvoll: Streuobstwiese an der Saale

 Dann bin ich schon in Halle. Ich möchte hier, am Rande der Stadt mein Zelt aufschlagen, werde allerdings von meinem Navigationsgerät zu einem Platz geleitet, der 10 km ausserhalb der Stadt liegt und dazu noch gar nicht geöffnet hat.




Die Liegewiesen sind, wie man sieht, gut besucht, doch wen ich auch frage, wo es einen Campingplatz gibt, keiner kann mir Auskunft geben.  Ich will mich nicht noch einmal in die Irre leiten lassen und beschließe, gut und viel zu essen, reichlich Wasser und ein großes Bier mitzunehmen und irgendwo wild zu campen. Es wird sich schon etwas finden.   


Ich bewundere noch diesen schönen Platz, mit dem Brunnen und den großen Figuren und verlasse dann die Stadt. Allerdings muß ich noch einige Kilometer fahren, um einen geeigneten Zeltplatz zu finden. Hier ist er:      
(Das Foto entstand am nächsten Morgen, da es abends bereits zu dunkel zum fotografieren war)

Welche Idylle dieser Platz bietet, zeigt sich erst am nächsten Morgen.



Gefahrene Strecke heute:  142 km

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Montag, den 22. Mai 2017

Auf dem Saaleradweg von Leuna über Weißenfels nach Naumburg




Dass ich nun besonders gut geschlafen habe, kann ich nicht behaupten. Irgendwie lauschte ich doch  immer mal wieder auf die Geräusche, die von draußen ihren Weg durch die dünne Stoffbahn zu mir ins Zelt finden. Um 05:30 ist an Schlaf nicht mehr zu denken. Ich schäle mich aus dem Schlafsack und krieche aus dem Zelt. Erst jetzt wird deutlich, was für einen wunderschönen Schlafplatz ich ausgesucht hatte. Die aufgehende Sonne, der Nebel über der Saale und der Gesang der Vögel geben mir das  Gefühl, ein Teil dieser Natur zu sein. Hier ist mein Platz, ich gehöre hier her.



  




Langsam, ganz in Ruhe baue ich ab. Ab und zu fährt ein Radfahrer auf dem nahe gelegenen
Radweg zur Arbeit, oder zur Schule. Von mir nimmt allerdings niemand Notiz.


Das Wetter meint es wieder einmal gut mit mir. An einer Kirchenruine in Schkortleben mache ich eine kurze Rast. 








Das nördlichste Anbaugebiet von Qualitätswein ist die Region Saale / Unstrut


Ich kann mich für die Weite der Landschaft und für das vielfältige Grün sehr begeistern. Des öfteren mache ich Panoramaaufnahmen, um diese großartige Landschaft im Bild festzuhalten.


Ein Reiher beäugt mich mit großer Skepsis

Es gibt noch Rinderherden, die sich frei auf den Wiesen bewegen können



Rastplätze sind immer in sehr gutem Zustand. Dieser hier scheint ganz neu zu sein. Überhaupt ist mir aufgefallen, dass sich am Saaleradweg seit meiner Tour im Jahr 2014 so einiges getan hat. Ich würde mir das gleiche von unseren Radwegen in Schleswig-Holstein auch wünschen.  





Hier können Boote und Kanus zu Wasser gelassen werden

An der unteren Saale radelt man entspannt, ohne nennenswerte Steigungen bewältigen zu müssen, auf einem gut angelegten und sehr gut ausgeschilderten Radweg.

Zur Zeit führt die Saale, die ich 2014 als sehr klaren Fluß erlebt habe, viel Schlamm mit sich, was durch ein Unwetter verursacht wurde, das vor wenigen Tagen in dieser Gegend niederging.





Burgen, Schlösser, Herrensitze und ähnliche große und alte Gebäude blicken immer wieder von den Hängen der Saale auf den Fluß hinab. Wer diese, zum größten Teil schön sanierten Bauten besichtigen will muss viel Zeit mitbringen.

Ich habe mein heutiges Tagesziel, die Stadt Naumburg erreicht.
Die Altstadt wird von einer Lindenallee eingefasst.





Die Stadt ist vom hügeligen Weinanbaugebiet Saale-Unstrut umgeben und liegt im Naturpark Saale-Unstrut. Das Klima in Naumburg ist außergewöhnlich mild, was den Weinbau an den Talhängen der Umgebung erst ermöglicht.


Naumburg ist stolz auf seinen  Dom St. Peter und Paul  Die Stadt selbst gilt als vorbildlich restauriert. Ich verbringe den Abend auf dem Marktplatz, in einem Restaurant sitzend, den Leuten zuschauend und genieße  dabei geräucherte Entenbrust, Salat und einen  Weißwein aus dem hiesigen Anbaugebiet. 


Gefahrene Strecke heute:      60 km


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Dienstag, 23. Mai 2017

Unstrut-Radweg von Naumburg über Freyburg, Nebra und Artern nach Bretleben


Um 08:00 Uhr morgens bin ich startklar. Die kleine Personenfähre in Höhe des CP nimmt ihren Betrieb erst um 09:00 Uhr auf, also fahre ich 1 km zurück zur Brücke, überquere ein letztes mal die Saale und begebe mich auf neues, unbekanntes Terrain. Heute begleitet mich die Unstrut auf meinem Weg Richtung Sömmerda.Ich bin gespannt, was mich erwartet. 
Die Karte zeigt die zu fahrende Route an der Unstrut und später an der Gera entlang bis nach Erfurt.

Geplante Strecke an der Unstrut und an der Gera von Naumburg nach Erfurt.
Das Wetter gibt sich auch heute wieder alle Mühe, mir einen sonnigen und warmen Fahrtag zu bescheren. Beste Voraussetzungen also, um Neues zu entdecken. 




Nach wenigen hundert Metern sehe ich das erst Schild. Um es hier schon vorweg zu nehmen, die Ausschilderung ist sehr gut. Wenn die Hinweisschilder nicht mit meinem Track auf dem Navi übereinstimmen, folge ich lieber den Schildern, als der Linie auf dem Garmin Oregon. Ich habe schon an der Saale feststellen müssen, dass der Track nicht immer aktuell ist. Das mag daran liegen, das der Weg verlegt wurde, es kann aber auch daran liegen, dass der Track nicht korrigiert wurde, oder dass bei der Planung des Tracks andere Strecken gewählt wurden, oder dass der Verfasser absichtlich von der Strecke abgewichen ist, um z.B. nach Einkaufsmöglichkeiten zu suchen.






Eine moderne Eisenbahnbrücke überspannt das Unstruttal.






Nicht nur die Weite von Wiesen und Feldern, und nicht nur die Berge rechts und links am Horizont ziehen meine Aufmerksamkeit auf sich. Heute lege ich so manchen spontanen Fotostop ein, um die vielen Kräuter und Blumen am Wegesrand genauer zu betrachten. Hier ist eine kleine Auswahl dessen, was sich im Frühling in voller Schönheit zeigt.
















Der Unstrutradweg führt an Dörfern vorbei und hält in diesem Fall genau auf eine kleine Kirche zu. Ob das die ausgewiesene Radfahrerkirche ist, von der ich im Vorfeld in einem Reiseführer gelesen hatte? Ich halte an, um ein Foto zu machen, verwerfe aber den Gedanken an eine Kirchenbesichtigung. 



Eine plötzlich auftauchende Felswand muss umfahren werden.

Den Fluss in Sichtweite, läßt es sich im Schatten der Bäume gut radeln.

Für mich ist der Unstrutradweg ein kleines Juwel, was die Natur, die Beschaffenheit der Wege und die Ausschilderung betrifft. Hier kann man wirklich entspannt radeln und seinen Gedanken nachhängen. 

Was mich ein wenig verwundert ist, dass ich kaum Radtouristen begegne. Es scheint so, als wenn dieser Radweg noch nicht so bekannt ist. Oder liegt es vielleicht daran, dass es noch sehr früh im Jahr ist? Aber der Himmelfahrtstag bietet sich doch mit dem darauf folgenden Freitag und dem Wochenende geradezu an für eine mehrtägige Fahrradtour.

Es ist, wie es ist und das ist gut so. Mir gefällt der untere Abschnitt des Unstrutradwegs ausnehmend gut. Und so beschließe ich jetzt schon, eines Tages eine Tour an der Quelle der Unstrut zu starten.



Unterwegs habe ich noch eingekauft. Heute Abend werde ich mich selbst bekochen müssen. Ein offizieller Campingplatz ist weit und breit nicht in Sicht. Das Wetter ist so schön, dass eine Übernachtung in fester Unterkunft nicht in Frage kommt. So erreiche ich den Ort Bretleben. Hier gibt es einen Ein- und Ausstieg für Kanufahrer, mit betonierten Stufen zum  Fluss runter und eine gemähte Wiese, auf der das zelten für eine Nacht geduldet wird.  Das kommt mir wie gerufen. Diese Wiese an der Brücke wird mein Übernachtungsplatz.







Die Störche stören sich nicht an meiner Gegenwart. Sie schauen mir zu, wie ich mein Lager aufschlage.













Zwei Kanubesatzungen steuern den Rastplatz an. Sie halten ihn aber offensichtlich für ihre Zwecke ungeeignet und ziehen weiter. Ich bin wieder allein und kann mich ganz in Ruhe der Zubereitung meines Abendessens widmen.












Das war`s für heute. Dank der Stufen zum Fluss konnte ich mich noch ausgiebig waschen. Die Nacht war ruhig, ich habe keine weiteren Besucher registrieren können.



Gefahrene Strecke heute      78 km



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Mittwoch, 24. Mai 2017  An der Unstrut von Bretleben nach Ringleben, und an der Gera entlang bis Erfurt 


Der Blick aus dem Zelt am frühen Morgen um 06:30 Uhr lasst den Schluss zu, dass es einen weiteren sonnigen Tag geben wird. Da ich heute nur noch 60 km bis Erfurt vor mir habe, lasse ich mir viel Zeit mit dem Abbau und dem Zusammenpacken. Um 08:15 Uhr sitze ich wieder auf dem Sattel und pedaliere die Unstrut entlang.  






Der Höhenzug am Horizont ist der Kyffhäuser.


Gepflegte Radwege machen das Radeln zum Genuß.



Die Unstrut gibt sich alle Mühe einen guten Eindruck zu hinterlassen. Für alle, die sich näher mit diesem Radweg befassen möchten und ihn eventuell auch einmal befahren möchten, habe ich hier einen Link gesetzt. Schaut mal rein, holt euch Anregungen und fahrt mal den wunderbaren Radweg.  Es lohnt sich wirklich. 


Noch 20 km bis zum CP, wo das Forumstreffen stattfinden wird.

Kanuten bereiten sich auf eine Tour vor. 
 Die Gera ist erreicht. Hier verlasse ich den Unstrutradweg und folge dem Geraradweg, der mich zum CP Erfurt-Kühnhausen bringen wird. 


Die Kirche in Ringleben an der Mündung der Gera.
Mit Blick auf die die Gera und einem der vielen Reiher, die ich unterwegs beobachten kann, mache ich ein Pause, esse meine von gestern übrig gebliebenen Muffins und begebe mich dann auf die letzte Etappe zu meinem Zwischenziel Erfurt.
 




Mittags um 13:00 Uhr bin ich auf dem Campingplatz bei Erfurt. Die ersten Teilnehmer des Treffens der Fernreiseradler sind bereits eingetroffen. Ein Campmobil als Fahrradanhänger in Leichtbauweise gefertigt, leuchtet mir schon von weitem entgegen.





Über das Treffen selbst und über die daran anschließende Tour entlang der Werra und der Weser berichte ich im zweiten Teil.

Gefahrene Strecke heute:    58 km.    Bisher bin ich seit Tourstart  368 km gefahren.

Ich freue mich über Kommentare, Anregungen und Kritik. Vielen Dank.